Pizzaservice per Drohne – und wie die Flugobjekte sonst noch nützlich werden können

Drohnen liegen voll im Trend und gelten als kommender Technologie-Megatrend. Ob nun in Form eines Quadrocopters oder gar Octocopters, ob im privaten Rahmen einfach nur zum Spaß oder im Einsatz für Unternehmen – die Anwendungsgebiete werden immer vielfältiger. Sogar eure Pizza könnt ihr euch mittlerweile per Drohne liefern lassen. Wie wird das noch weitergehen? Wir zeigen, was heute schon Realität ist und was noch kommen könnte.

Pizza mit einer Drohne liefern lassen

Stellt euch einmal vor, ihr sitzt gemütlich zu Hause auf dem Sofa und bekommt urplötzlich großen Hunger.
Selber kochen möchtet ihr nicht, also ruft ihr beim Pizzaservice eures Vertrauens an, um dort etwas zu bestellen. Kurze Zeit später klingelt nicht etwa der bekannte Fahrer an der Tür, sondern eine Drohne taucht vor eurem Fenster auf.

Was sich anhört wie ein Szenario aus einem Science Fiction-Film, ist in Neuseeland bereits Realität geworden. Unweit von Auckland wurden im Anschluss an eine ausführliche Testphase mehrere Pizzen mit einer Drohne zuverlässig an ihre Besteller ausgeliefert. Damit betritt die Pizza-Kette Domino’s Neuland und dementsprechend sorgte das Ganze auch rund um den Erdball für Aufsehen.

Die Vorteile für das Unternehmen liegen hierbei auf der Hand. Zum einen wird durch den Wegfall eines Fahrers Geld gespart und auch eine PKW-Flotte ist fortan nicht mehr nötig. Stattdessen steuert ein Drohnen-Pilot die Flugobjekte ganz bequem an ihr Ziel. Für euch als Kunden könnte der Einsatz von Drohnen die Lieferzeiten verkürzen. Und ist es nicht irgendwo auch ziemlich cool, wenn ihr euren Freunden erzählen könnt, dass euch eine Drohne eure Pizza oder euren Salat gebracht hat? Wenn es nach Domino’s geht, dann sollen Testflüge bald schon auch in Deutschland durchgeführt werden.

Drohnenesxperimente bei der Paketzustellung

Ein weiteres Einsatzgebiet, das heute schon zumindest testweise erkundet wird, sind Drohnen bei der Paketzustellung. Hier rühmt sich beispielsweise DHL damit, mit seinem „Paketkopter“ Pakete komplett automatisiert an Packstationen zustellen zu können. Wann und ob diese Methode tatsächlich in Serie gehen wird, kann momentan aber noch keiner seriös beantworten.

Ambitionierte Pläne zum Einsatz von Drohnen gibt es seit längerer Zeit bei Amazon. Der Internet-Handelsgigant ist bekannt dafür, stets nach Möglichkeiten der Kostenoptimierung zu suchen. Dies könnte gelingen, indem zukünftig Drohnen die Auslieferung der Sachen übernehmen, die ihr per Mausklick bestellt habt. Amazon möchte auf diese Weise aber auch noch schnellere Lieferzeiten anbieten können.

 

 

Die Heimat aus einer neuen Perspektive erleben

Eine mit einer Kamera bestückte Drohne kann nicht nur professionellen Filmemachern dabei helfen, tolle Luftaufnahmen zu erhalten, sondern auch ihr könnt euch damit eure Heimat einmal aus einer ganz neuen Perspektive anschauen. Mit einer Actioncam wie etwa der GoPro bestückt sind alle Voraussetzungen für atemberaubende Luftaufnahmen gegeben.

Foto- und Fundrohnen, die für den privaten Gebrauch vollkommen ausreichend sind, gibt es inzwischen schon für wenige hundert Euro. Wenn ihr es gerne leistungsstärker und hochwertiger verarbeitet haben möchtet, gibt es natürlich auch etliche hochpreisigere Modelle. Aber wie so oft gilt: Teurer ist nicht gleich automatisch auch besser.

Ausblick: Chancen und Risiken von Drohnen

Für Drohnen bieten sich auch im Bereich der Wissenschaft und Meteorologie allerlei Einsatzmöglichkeiten. Teilweise werden sie hier heute schon genutzt, einiges wurde bislang noch nicht real umgesetzt. Experten gehen davon aus, dass in der Landwirtschaft der Zukunft Drohnen ebenfalls eine wichtige Rolle spielen werden. Sie können hier durch spezielle Sensoren Aufnahmen machen, die beispielsweise zur Analyse des Pflanzenwachstums verwendet werden können. Auch Krankheitsbilder lassen sich so leichter erkennen und bekämpfen.

Doch Drohnen bringen nicht nur Chancen mit sich, sondern können bei einer unsachgemäßen Verwendung auch ein Sicherheitsrisiko darstellen. So ist es schon öfter zu gefährlichen Annäherungen zwischen Flugzeugen und Drohnen gekommen. „Die unkontrollierte Nutzung der Drohnen ist eine Gefahr“, bringt es denn auch Dieter Moormann, Leiter des Instituts für Flugsystemdynamik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen, im Gespräch mit der Berliner Morgenpost auf den Punkt.

Bei derzeit schon rund 400.000 Drohnen in Deutschland, die sich zukünftig weiter rasch vermehren dürften, besteht also durchaus zur Sorge. Dabei müsste dies an sich gar nicht so sein, wenn sich jeder einfach ein paar Gedanken darüber machen würde, wo und wann er sein Flugobjekt in den Himmel steigen lässt. Eines scheint aber sicher: Die Entwicklung wird nicht aufzuhalten sein und immer mehr Drohnen werden in den kommenden Jahren unseren Luftraum bevölkern.

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Über den Autor

Der Halbfinne liebt das Reisen, wobei er als regelrechter Smartphone-Junkie niemals auf sein Mobiltelefon verzichten möchte. Technische Innovationen interessieren ihn nicht zuletzt auch deshalb, weil sie das ortsunabhängige Arbeiten leichter machen.

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