Google Assistant: Wie künstliche Intelligenz Android erobert

Künstliche Intelligenz ist ohne Zweifel eines der spannendsten Zukunftsthemen überhaupt. Wie weit wird es dem Menschen gelingen, intelligente Maschinen zu entwickeln? Und welche Konsequenzen – im positiven wie im negativen Sinne – wird dies für uns alle haben? Die nächsten Jahre werden es zeigen. Eine richtungsweisende Rolle könnte beispielsweise der Google Assistant spielen, der seit Anfang März 2017 für sämtliche Android-Geräte verfügbar ist.

Deutlich besser als Siri und Cortana?

Auf einem Event Anfang Oktober 2016 stellte Google seine neuen Smartphones Pixel und Pixel XL vor. Das Google Pixel zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es das erste Gerät ist, das mit dem neuen Google Assistant an Bord daherkommt. Der US-Gigant ist fest davon überzeugt, dass dieser persönliche Assistent in Sachen künstliche Intelligenz in neue Dimensionen vorstoßen wird.

Besser als Apples längst  etabliertes Siri und Cortana, die Windows-Sprachsteuerungssoftware von Microsoft, soll der Google Assistant sein. Und er soll entscheidend dazu beitragen, dass die Verknüpfung von Smartphone und Smart Home zukünftig noch besser gelingt. Denn der Google Assistant spielt auch bei Google Home eine wichtige Rolle.

Dadurch zeichnet sich der Google Assistant aus

Der entscheidende Unterschied zwischen dem neuen Google Assistant und bereits existierenden, ähnlichen Entwicklungen soll die wesentlich gesteigerte Fähigkeit zu abstrahieren sein. So soll die künstliche Intelligenz hier verstehen lernen, welches Bedürfnis des Nutzers wirklich hinter einer Anfrage steht. Und darauf dann natürlich auch entsprechend bestmöglich reagieren.

Der Google Assistant nutzt dazu allerlei Daten, etwa von Google Maps, Google Mail und weiteren Diensten – was Datenschützer freilich nicht gerade zu Begeisterungsstürmen verleiten wird. Das alleine reicht jedoch natürlich noch nicht aus. Es ist schon ein hohes Maß an künstlicher Intelligenz erforderlich, um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, das Google sich gesetzt hat. Denn der Assistent soll jedem Nutzer genau die Informationen liefern, die dieser just in diesem Augenblick benötigt.

Verbesserungen bei Übersetzungen und Vorlesefunktion

Wer kennt nicht die folgende Situation: Ihr seid im Ausland und möchtet in der Landessprache im Restaurant etwas bestellen? Mit dem neuen Google Assistant wird das zukünftig noch einfacher. Denn hier könnt ihr dann ganz bequem die Spracheingabe verwenden, um euer Anliegen zu nennen. Das deutlich verbesserte Sprachverständnis soll sich gerade in einem solchen Kontext auszahlen.

Auch die Vorlesefunktion, von Google „Text to Speech“ genannt, soll richtig flüssig laufen. Geradezu „menschlich“ erscheint das Ganze. Damit liefert der Google Assistant ein Musterbeispiel dafür, was die Technologie heute schon möglich machen kann und wo die Reise in den nächsten Jahrzehnten hingehen dürfte.

Google Assistant für alle Android-Geräte

Nicht nur mit Googles eigenen Smartphones, sondern mit sämtlichen Geräten, die Android an Bord haben, kann der Google Assistant also genutzt werden. Neben Android 6.0 (Marshmallow) sind die Google Play Services, ein Display mit mindestens 1280 x 720 Pixel Auflösung sowie mindestens 1,5 GB Arbeitsspeicher die Mindestvoraussetzungen.

Wie ihr den Google Assistant startet? Haltet dazu einfach den Home-Button gedrückt und schon kann es losgehen. Alternativ dazu könnt ihr auch einfach „OK Google“ sagen – und wie von Geisterhand wird euer persönlicher Assistent auf dem Smartphone gestartet. Egal ob ihr wissen wollt, wie in der kommenden Woche das Wetter wird, oder gerne euren Lieblingssong hören möchtet – der Google Assistant nimmt bereitwillig eure Aufträge entgegen.

Ihr könnt die künstliche Intelligenz im Übrigen nicht nur auf euren Smartphones und Smart Home-Geräten nutzen. Nein, auch auf der Smartwatch an eurem Handgelenk hält der Google Assistant Einzug, sofern diese mit Android Wear läuft. Wir sind schon ganz gespannt darauf, wie sich die Technologie im Alltag bewähren wird.

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Über den Autor

Der Halbfinne liebt das Reisen, wobei er als regelrechter Smartphone-Junkie niemals auf sein Mobiltelefon verzichten möchte. Technische Innovationen interessieren ihn nicht zuletzt auch deshalb, weil sie das ortsunabhängige Arbeiten leichter machen.

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